my story - the show must go on

Nach besagter Nacht fühlte ich mich besser denn je. Ich beschloss einfach dann und wann eine Affäre zu haben und trotzdem meinen Freund zu heiraten. Ich konnte ihn ja schließlich nicht verlassen, jetzt, wo es ihm so schlecht ging und er auf Malta saß. Diesem Beschluss wollte und konnte ich nicht lange folgen, denn mein Gewissen kam dann doch zurück. Ich rief meinen Verlobten an. Ich sagte vorerst nichts. Er wusste bereits was los war. Er hatte es geahnt, als ich sagte, dass ich den anstehenden Maltaurlaub vielleicht nicht wahrnehmen wollte. "Hast du nen Neuen?" fragte er kalt. "Ja." sagte ich noch kälter. Ich hatte das nicht sagen wollen - aber ich konnte nicht lügen und ich wollte es auch nicht. Ich wollte meinen Verlobten nicht mehr heiraten, ich hatte Angst davor, ich fühlte mich eingesperrt mit diesem kranken Mann, mit seinen Marotten und Launen. Ich fühlte mich ihm verpflichtet, weil er krank war - und das war eigentlich nicht meine Vorstellung von Ehe. Also beschloss ich ihm alles zu erzählen. Zuerst vorsichtig, ohne details. Als er aber anfing mich zu beschimpfen und abzublocken wurde ich indiskreter und erzählte zu viel. Ich verletzte ihn. Und das wollte ich auch. Er wollte nicht länger mit mir sprechen. Er gab mir eine Frist. Entweder ich würde in sieben Tagen mit dem bereits gebuchten Ticket zu ihm fliegen und somit deklarieren, dass ich ihn zurück will, oder ich komme nicht und wir sehen uns nie wieder. Das wollte ich nicht. Ich wollte eine Pause. Er wollte nicht diskutieren und so legte ich unter zornigen Tränen auf. Dieser Zorn trieb mich Chris noch weiter in die Arme.

22.11.07 22:02

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